Unter dem Begriff Allergie versteht man im allgemeinen eine Überreaktion
des Körpers auf bestimmte Stoffe in der Umwelt wie Blütenpollen,
Insektengifte, einzelne Nahrungsmittel, Schimmelpilze oder auch (Haus)
Staub, Tierhaare und -hautschuppen. Der Mediziner nennt diese Stoffe
Allergene.
Zu den typischen und häufigsten allergischen Krankheitsbildern gehören
die Bindehautentzündung der Augen (Konjunktivitis),
der Schnupfen (Rhinitis),
die Entzündung der Atemwege (Bronchitis),
die anfallsweise Atemnot (Asthma bronchiale),
das Hautekzem (atopisches Ekzem, Neurodermitis) und
Nach Möglichkeit nicht tagsüber lüften, sondern erst am
späten Abend bzw. nachts. Doch Vorsicht! Ab 5 Uhr morgens fliegen
die Pollen wieder!
Durch regelmäßiges und häufiges Säubern von Schränken,
Regalen, Polstermöbeln, Fußboden die Pollenkonzentration
in der Wohnung möglichst gering halten.
Das Auto mit einem speziellen Pollenfilter ausstatten, damit auch die
Lüftung benutzt werden kann.
Tätigkeiten im Freien, wie Rasen mähen, Sport treiben, Spazierengehen usw.
zumindest für die Blütezeit der "reizenden" Pflanzen vermeiden.
Übrigens: Zierblumen enthalten meistens Blütenstaub (Pollen), der von
Insekten übertragen wird, also nicht durch die Luft fliegt und in die Schleimhäute gelangt!
Ein Hinweis: Honig kann Verunreinigungen durch Pollen enthalten und dadurch eine allergische Reaktion auslösen, die nichts mit
dem Lebensmittel zu tun hat.
Die Bettwäsche jede Woche wechseln und bei mindestens 60 Grad waschen.
Matratzen, Kissen und Decken aus synthetischem Material verwenden (Keine Daunen,
Federn, Wolle, Pferdehaar!), an der Sonne lüften und regelmäßig
mit dem Staubsauger reinigen.
Bei der Einrichtung möglichst auf Polstersessel, Teppichböden,
Textiltapeten, Felle und Staubfänger aller Art (große
Pflanzen, Hydrokulturen, Stofftiere) verzichten
Möglichst nicht selbst staubsaugen, sondern in Abwesenheit saugen lassen.
Prinzipiell den Umgang mit Tieren meiden und sich vom eigenen Haustier trennen.
Vorsicht, wenn eine Katze sich putzt. Beim Lecken ihres Fells verbreitet sie ihren Speichel reichlich in ihrer Umgebung!
Bettvorleger, Wandbehänge, Decken, Polster oder Kleidungsstücke aus
Fell, mit Roßhaar oder aus Angorawolle überprüfen
bzw. entfernen; sie können die Ursache für allergische Reaktionen sein.
Ein Hoffnungsschimmer für Hunde-Allergiker: Es gibt Rassenunterschiede,
und nicht jeder Hund muß ein Allergenträger sein!
Bei fertigen und zusammengesetzten Nahrungsmitteln immer auf die Zutaten
achten; sie werden meist auf der Packung angegeben.
Bei Besuchen in Restaurants oder Gasthäusern darum bitten, bei
der Zubereitung der bestellten Speise auf den Allergenträger
zu verzichten. Bei Reisen ins Ausland evtl. einen Zettel mit dem
Hinweis in der Landessprache bei sich führen (Notfall-Medikament
nicht vergessen!)
Der Geruch von Nahrungsmitteln lockt Bienen und Wespen an. Deshalb möglichst
nicht im Freien essen, trinken oder Nahrungsmittel zubereiten.
Mülleimer, Abfallbehälter, Obstbäume und -stände so gut wie
es geht meiden.
Auf Gartenarbeit, Blumen- oder Obstpflücken verzichten oder den
Körper mit Handschuhen, langärmeligen Blusen und langen
Hosen schützen.
Lästige Insekten nicht wegschlagen, sie geraten in Panik und stechen.
Vor einer Fahrt das Auto nach Insekten absuchen. Wenn eine Biene oder Wespe während der Fahrt ins Auto fliegt, an den Straßenrand
fahren, aussteigen und das Tier vorsichtig verscheuchen.
Im Garten oder im Freien nicht barfuß laufen.
Auf duftende Pflegeutensilien wie Parfüm, Deodorant, Haarspray,
Sonnenöl, Kosmetika so weit wie möglich verzichten.
Keinen Sport im Freien treiben. Der Schweißgeruch lockt Insekten
an. Das gilt auch für das Sonnenbaden.
Keine flatternde und mit Blumenmuster bedruckte Kleidung tragen. Insekten
setzen sich oft unbemerkt in die Falten.
Bei Bienen- oder Wespenstichen sofort versuchen, den Stachel mit dem
Fingernagel wegzukratzen (durch Druck auf den Stachel gelangt noch
mehr Gift in die Einstichstelle) und die vom Arzt verschriebene Notfallapotheke benutzen.
Vor jeder Injektion wird der Arzt mit seinem Patienten darüber sprechen,
wie er die letzte Behandlung vertragen hat,
ob und welche Medikamente er zur Zeit einnimmt und
ob gegenwärtig irgendwelche andere Erkrankungen bestehen.
Der Patient sollte seinerseits:
Immer mit dem Arzt sprechen, wenn ihm etwas im Zusammenhang mit der Behandlung
wichtig erscheint. Er sollte dies dem Arzt aber unbedingt vor
der Injektion sagen!
Nach jeder Injektion mindestens 30 Minuten im Warterzimmer der Praxis
bleiben, damit evtl. auftretende Nebenwirkungen sofort behandelt werden können.
Sofort mit dem Arzt oder dessen Sprechstundenhilfe sprechen, wenn während
der Wartezeit etwas Ungewöhnliches auftritt (Jucken im Rachen,
an Hand oder Fußsohle, Niesreiz, Husten, Atemnot, Hautjucken,
Hitzegefühl, Schwindel, Unwohlsein usw.)
In den ersten Stunden nach der Injektion den Arm, an dem gespritzt
wurde, möglichst nicht überanstrengen (z.B. nicht Tennis
spielen) und sich auch insgesamt keiner außergewöhnlichen
Belastung aussetzen. Im Zweifelsfall sollte er den Arzt fragen,
ob er eine geplante Aktivität für unbedenklich hält!
(Mit freundlicher Genehmigung der Bencard Allergie GmbH)